Umweltstiftung NatureLife: Hilfe bei Hitze

Buchreport "Die Erde rechnet ab" als Ratgeber bei Hitze und Wasserknappheit

Stuttgart. Eine Hitzewelle rollt über Deutschland hinweg; und der Sommer hat noch nicht einmal begonnen! Der Mai 2018 schreibt jetzt bereits Klima-Geschichte: Tropische Temperaturen bis 36 Grad, extreme Trockenheit in Ostdeutschland, Schlamm- und Hagellawinen in Hessen, Schwerverletzte durch Blitzschlag in Nordrhein-Westfalen, Sturzfluten in Wuppertal, Unwetterhäufung in Nordrhein-Westfalen, Waldbrände in Sachsen – die Republik ist im Ausnahmezustand! In Rheinland-Pfalz hat die Polizei Katstrophenalarm ausgelöst – mehrere Ortschaften sind komplett überflutet. Noch ist kein Ende in Sicht: Temperaturen über 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit nach heftigen Regenfällen belasten Herz- und Kreislaufsysteme. In einigen Regionen wird das Trinkwasser knapp.
„Städte und Gemeinden dürfen es nicht länger versäumen, hinreichende Vorsorge für die Bürger zu treffen“, sagt Claus-Peter Hutter, Präsident der Umweltstiftung NatureLife-International und Autor des Buchreports „Die Erde rechnet ab“, das jetzt im Ludwig-Verlag (Random House-Gruppe) erschienen ist. Die Klimakatastrophe schafft Tatsachen, welche die Bürger bereits überfordern. Er begnügt sich nicht damit, den Status quo zu bejammern und führt auf 300 Seiten in dem Buch eindringlich vor Augen, wie wichtig es ist, „ganz konkret vorbereitet zu sein“. Seine Empfehlungen sind praktischer Art: Wie kann ich das eigene Haus, die eigene Wohnung, den eigenen Garten „klima-fit“ gestalten? Was kann ich tun, wenn das Trinkwasser knapp wird, die Hitze mir den Atem raubt? Wie kann der Balkon zur natürlichen „Klima-Anlage“ werden? Das Buch enthält Maßnahmenpläne für jeden Einzelnen, damit er sich bestmöglich auf die Klimaveränderungen vorbereiten kann. Der praktische Teil des Buches ist heruntergebrochen bis hin zu Empfehlungen für eine sinnvolle Vorratshaltung.
Der Autor lässt auch die Verantwortlichen in Verwaltung, Politik und Wirtschaft, in den Städten und Gemeinden sowie in Unternehmenszentralen nicht aus der Pflicht.

NatureLife-Präsident C.-P. Hutter wirft unangenehme Fragen auf: Brauchen wir Tornado-Bunker, wenn der nächste Jahrhundertsturm über das Land fegt? Müssen wir Trinkwasser-Zisternen für langanhaltende Trockenperioden anlegen? Was muss jetzt geschehen, damit das Leben in den Städten bei der nächsten Hitzewelle nicht zum Gesundheitsrisiko wird, wie müssen Krankenhäuser und Altenheime ausgestattet sein? Wie sieht es mit der Gesundheitsversorgung, mit der Notstromversorgung, wie mit der Sicherheit der Bürger aus?
Claus-Peter Hutter gibt Antworten auf diese Fragen: „Städte und Ballungszentren müssen mit baulichen Maßnahmen reagieren. Wir brauchen weiße Dächer, die das Sonnenlicht reflektieren und flächendeckend begrünte Fassaden und viel mehr Grünanlagen im urbanen Raum, die für Kühlung sorgen.“
Zugleich kritisiert Hutter einen verfehlten Städtebau. Viel zu oft würden Chancen vertan und mit Bauschrott von Morgen die Klimazukunft gefährdet.

Claus-Peter Hutter
„Die Erde rechnet ab – Wie der Klimawandel unser tägliches Leben verändert – und was wir noch tun können“.
Ludwig Verlag, 17,- Euro
ISBN 978-3-453-28105-9